Anwaltliche Beratung auf Knopfdruck?

Die Digitalisierung hat mit ihren disruptiven Begleiteffekten schon die eine oder andere Branche auf den Kopf gestellt. Die bislang von der Digitalisierung nur am Rande tangierte Rechtsberatungsbranche sieht sich jedoch neuerdings zunehmend mit sogenannten Legal-Tech-Unternehmen konfrontiert. Innerhalb der Anwaltschaft reichen die Reaktionen auf die neue Konkurrenz von Fundamentalopposition mit Hilfe der Keule des Berufsrechts bis hin zu euphorischer Beteiligung an der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Der Beitrag von Simon Hager in der Ri 03/2019 nimmt dabei in den Blick, inwieweit sich anwaltliche Beratungsmodelle standardisieren und über das Internet Mandanten zugänglich machen lassen. Dabei fokussiert sich der Beitrag auf § 312j BGB und untersucht anhand des am 10. Januar 2019 ergangenen Urteils des OLG München zur Zulässigkeit der Amazon-Dash-Buttons, welche Hürden § 312j BGB für Rechtsanwälte bereithält, die ihren Mandanten digitale Beratungsangebote via Internet zur Verfügung stellen möchten, womit sich regelmäßig auch der Abschluss des Anwaltsvertrags ins Internet verlagert. Dies stellt die Anwaltschaft vor neue Herausforderungen, denen der Beitrag nachgehen möchte.   

Über den Autor

Simon Hager ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Handels- und Gesellschaftsrecht von Prof. Dr. Christoph Teichmann an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo er zur Fragen der Anwaltshaftung beim Einsatz von Legal Technology promoviert.

Titelbild: © magann via Adobe Stock, #120853343