Ri:Team. Das sind wir.
Lili Birnbach

"Es ist anerkannt, dass eine Ursache im Rechtssinne ihre Bedeutung nicht verliert, wenn außer ihr noch andere Ursachen zur Herbeiführung des Erfolges beitragen."

Ich studierte Jura in Berlin, Paris und Peking. Zur Zeit bin ich Referendarin am Berliner Kammergericht und promoviere am Lehrstuhl von Prof. Dr. Ignacio Czeguhn (Freie Universität Berlin). Dort untersuche ich den Umgang mit und die Entstehung von Recht und Gesetz in Kontexten gesellschaftlicher Transformationsprozesse.

Dr. Sebastian Feiler

"Vor 'Legal Tech' kommt 'Tech in Legal' - Anwälte müssen digitaler arbeiten, um Digitalisierung zu verstehen."

Ich bin Rechtsanwalt und Salary Partner der Kanzlei BODENHEIMER in Köln. Ich berate Unternehmen aus dem In- und Ausland in Fragen des Vertrags-, Handels- und Vertriebsrechts einschließlich der Streitbeilegung vor staatlichen Gerichten, nationalen und internationalen Handels-Schiedsgerichten. Meine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Commercial, Healthcare und Distribution.

Weil ich regelmäßig Schiedsverfahren (national und international) betreue, gilt mein wissenschaftliches sowie praktisches Interesse allen Fragen und Entwicklungen im Zusammenhang mit gerichtlichen und schiedsgerichtlichen Verfahren. Etwa: Wie sieht der Zivilprozess des 21. Jahrhunderts aus? Welche Änderungen – Neuerungen, Chancen, Risiken – bringen digitale Verfahren und elektronische Akten? Wird das Video- und holografische Hearing bald die physische Gerichtsverhandlung ersetzen? Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz heute schon im Prozessgeschehen, und welche Rolle kann, darf, muss sie künftig spielen? Was zeigt der Blick über den geographischen und juristischen Tellerrand hin zu ausländischen Verfahrensordnungen und internationalen Schiedsverfahren?

Nicht zuletzt finde ich die Frage spannend: Was bedeutet “New Work” für die Anwaltschaft? Wie verändert die Digitalisierung das anwaltliche Arbeiten? Bedeutet “Legal Tech” tatsächlich Konkurrenz zum klassischen anwaltlichen Arbeiten?

Mein Mantra lautet: Vor “Legal Tech” kommt “Tech in Legal” – Anwälte müssen digitaler arbeiten, um Digitalisierung zu verstehen.

1. Wieso bist du bei der Ri?

Technik hat mich schon immer fasziniert und interessiert. Seit Beginn meiner juristischen Laufbahn begleitet mich das Recht. Die Ri bietet eine einmalige Plattform, um beides zu verbinden, um Interdependenzen und Herausforderungen zu identifizieren, Chancen aufzuzeigen und Risiken zu benennen. Daran möchte ich mitwirken.

2. Was gibst du der Ri?

Ich betreue regelmäßig nationale und internationale Schiedsverfahren und Gerichtsverfahren als Parteivertreter und arbeite auch als Schiedsrichter. Mich interessieren die Entwicklungen um Recht und Technologie in diesen Bereichen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen und verfügbaren Autorenkontakten möchte ich die Ri bereichern.

3. Was gibt dir die Ri?

Sehr viel! Austausch. Perspektive. Ehrliche Artikel. Und das, was in so vielen Textmedien fehlt: Herausforderung zum (selber) Denken.

4. Auf welche Erfindung wartet die Welt, ohne es zu wissen?

Natürlich auf den Subsum-a-tron 10000, den voll digitalen, künstlich intelligenten, dauernd aktiven und interaktiven Richter! Anders als sein kleiner Bruder Hal 9000 mag er Menschen eigentlich ganz gerne, auch wenn sie ihm viel Arbeit machen. Er hat sich eine neuronale Datenbank mit Verfügungszetteln zurechtgelegt, um die Rechtsstreite der kleinen O2-Atmer schneller zu lösen und mit seiner freien Rechenkapazität noch ein paar Bitcoins zu schürfen. 😉

Spaß beiseite: Ein echtes neuronales Interface für Computer als Ersatz für Maus, Trackpad, Tastatur und Stimme fände ich extrem spannend. Die Möglichkeit, mit einem System in Gedankenschnelle interagieren zu können, ohne (!) dass es dabei die Kontrolle übernimmt, wäre gigantisch. Ich finde das spannender, als alles, was an Augmented Reality derzeit “gehyped” wird.

5. Und zum Schluss: Welches Kunstwerk möchtest Du gerne vorstellen und warum?

Schumanns Es-dur Klavierquintett op. 44, z.B. in der Aufnahme mit Menahem Pressler und dem Emerson Sting Quartett. Der zweite Satz – gigantisch. Das Stück hat mich schon durch schwere Stunden getragen. Wie eine wärmende Decke, ein Fenster in bessere Zeiten. Und natürlich: Bach’s Goldberg-Variationen (BVW 988), gespielt von Glenn Gould – beide Fassungen, 1955 und 1981, sind auf ihre Art einzigartig. Und so ziemlich alles von meinem Lieblingskomponisten Ludwig van Beethoven. Nicht ganz so bekannt, aber richtig klasse: Die Choralphantasie (op. 80 c-moll)!

Dr. Kim Manuel Künstner

"Nicht der Markt regelt. Der Markt wird geregelt."

Ich bin Kartellrechtspartner der Frankfurter Sozietät SCHULTE RIESENKAMPFF. Ich studierte Rechtswissenschaften und promovierte im Kartellrecht an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Meine Beratungsschwerpunkte liegen in der Lebensmittelindustrie und den wettbewerbsrechtlichen Aspekten der Digitalisierung.

In diesem Zusammenhang habe ich insbesondere zur Frage der Kartellverstöße unter Einsatz von Algorithmen veröffentlicht und halte auch regelmäßig Vorträge hierzu. Neben der kartellrechtlichen Beratung bin ich in meiner Kanzlei für die Bereiche Marketing & PR zuständig und befasse mich auch unter diesem Aspekt intensiv mit der Digitalisierung der Rechtsbranche.

Dr. Sebastian Louven

"Der Markt ist eine Scheibe!" (Twitter)

Ich bin Rechtsanwalt in Detmold. Ich berate im Kartellrecht der Informationsgesellschaft und im Telekommunikationsrecht. Meine Forschung beschäftigt sich vertieft mit Marktregulierung und Netzwirtschaft, Innovationstheorie und Zugang zu Daten. Ich bin als Redner auf zahlreichen Konferenzen aktiv und veröffentlicht fortwährend Fachaufsätze, Kommentierungen und Bücher. Außerdem bin ich Lehrbeauftragter für europäisches Telekommunikationsrecht an der Freien Universität Berlin.

1. Wieso bist du bei der Ri?

Ich beschäftige mich fachlich vor allem mit aktuellen Fragen des Kartell­- und Telekommunikationsrechts, sowie des sektorspezifischen Marktregulierungsrechts für Plattformen. Diese Gebiete entwickeln sich schnell. Die Ri verschreibt sich nicht allein materiellen Rechtsfragen eines Bereichs. Sie geht darüber hinaus und versucht Recht weiter und besser zu denken. Damit bietet sie ein Medium, um meine Kernthemen weiter zu entwickeln.

2. Was gibst du der Ri?

Ich bringe global betrachtet vor allem zivil­-  und verwaltungsrechtliche Themen aus den Bereichen Kartellrecht und Telekommunikationsrecht ein. Gelegentlich streife ich auch Bereiche aus dem Infrastrukturrecht oder Sicherheitsrechts. Speziell versuche ich einen Fokus auf die Fortbildung des Rechts und der Rechtsanwendung sowie weitere Innovationsthemen zu setzen.

3. Was gibt dir die Ri?

Die Ri gibt mir ein Forum für die mit meinen Kernthemen verbundenen rechtstheoretischen Fragen. Gleichzeitig sprengen die Diskussionen und Themen der Ri herkömmliche Barrieren oder Schubladen und geben mir die Möglichkeit, innovative rechtliche Themen zu begleiten. Damit kann ich mich auch als Jurist weiterentwickeln.

4. Auf welche Erfindung wartet die Welt, ohne es zu wissen?

Das vor über 100 Jahren entwickelte Theremin hat sich mittelbar bei der Entwicklung der Synthesizer etabliert und ist doch in Vergessenheit geraten. Nicht ganz so alt, aber bislang leider nur in Musik-­Nerd­-Kreisen bekannt ist der Chapman-­Stick.

5. Und zum Schluss: Welches Kunstwerk möchtest Du gerne vorstellen und warum?

Mich hat als Jugendlicher bereits die 9. Sinfonie („Aus der neuen Welt“) von Antonín Dvořák beeindruckt und fasziniert. Ich erinnere mich da gut an eine Fernsehübertragung, als die Tschechische Republik der EU beigetreten ist. Man hatte damals mehrere Orchestren zusammen gelegt, was eine enorme Klangwucht hatte. Inhaltlich mag ich die Motivik dieses Werkes, das Aufbrechende, Stürmische und Epische, aber auch diese typischen kleinen Details als Dvořáks Musik.

Mirjam Hannah Steinfeld, MBA, CFE

"Die Ri gibt mir die Möglichkeit mich mit extrem hellen Köpfen in einer Tiefe über Dinge auszutauschen, wozu man im üblichen Alltag gar keine Gelegenheit oder Anlass hat."

Ich führe meine eigene Wirtschaftsstrafrechtskanzlei SteinfeldRecht und berate u.a. in Sachen Compliance mit besonderem Fokus auf Betrugs-, Korruptions- und Geldwäscheprävention. Ich habe in Mainz und Dijon studiert (Mag.iur.), bin Fachanwältin für Strafrecht und habe kürzlich an der Steinbeis-Hochschule meinen MBA in Wirtschaftskriminalität und Compliance erhalten. Zudem bin ich Certified Fraud Examiner (CFE) und Lehrbeauftragte für Strafrecht an der Hochschule-Rhein-Main in Wiesbaden.

Besonders spannend finde ich das Verhältnis zwischen Kryptowährungen bzw. KI und Strafrecht.

1. Wieso bist du bei der Ri?

Es gibt wahrlich mehr als genug juristische Zeitschriften. Aber es gibt kaum (juristische) Medien, die es sich auf die Fahne geschrieben haben, interdisziplinär aktuelle Themen qualitativ hochwertig und tiefgreifend zu erläutern, beleuchten oder auch kommende Entwicklungen zu skizzieren. Das fand und finde ich spannend und wichtig. Deswegen bin ich dabei.

2. Was gibst du der Ri?

Bei der Ri kann ich zum einen meine persönliche Sicht auf und Verständnis von der Welt mit meiner (straf)rechtlichen Brille kombinieren und einbringen. Da ich mich vom Zivilrecht stets fernzuhalten versuche, habe ich ein Auge auf ganz andere Rechtsgebiete. Insbesondere der Bereich (Criminal) Compliance ist sehr stark von den vorangegangenen Entwicklungen in den USA geprägt, so dass ich auch meine dort getätigten Beobachtungen bei der Ri:-Themenwahl mit zur Diskussion stellen kann.

3. Was gibt dir die Ri?

Die Ri gibt mir die Möglichkeit mich mit extrem hellen Köpfen in einer Tiefe über Dinge auszutauschen, wozu man im üblichen Alltag gar keine Gelegenheit oder Anlass hat. Sei es eine Ri:daktionskonferenz oder ein Gespräch mit Autoren. Man wird „gezwungen“ aktuelle Themen so tiefgreifend, kritisch und ehrlich zu hinterfragen, wie man es sonst nie tun würde.

4. Auf welche Erfindung wartet die Welt, ohne es zu wissen?

Eindeutig: den Virtual Assistant, der mich nur an die Sachen erinnert, die ich gerade dabei bin zu vergessen. Ob es ein Termin, mein Schlüssel oder sonst was ist: eine Meldung kommt nur, wenn ich wirklich im Begriff bin es zu vergessen, ansonsten schweigt der VA.

5. Und zum Schluss: Welches Bild möchtest du gerne vorstellen und warum?

Künstlerin: Hanna Bekker vom Rath

Wenn ich dieses Bild als Kind angeguckt habe, habe ich mich immer gefreut. Auch heute noch, wenn ich das Bild sehe, freue ich mich und eine innere Ruhe erfüllt mich. Dieses Bild ist für mich die Erinnerung daran, wie unglaublich wichtig so systemirrelevante Felder wie Kunst und Musik für uns alle sind.

Claudia Otto

"Ich brenne für Genauigkeit, Richtigkeit und dafür, immer einen Schritt voraus zu sein."

Nach mehrjähriger Anwaltstätigkeit in einer Großkanzlei habe ich mich im Oktober 2016 mit meiner eigenen Kanzlei für Wirtschaftsrecht, COT Legal, selbständig gemacht. Mein Schwerpunkt sind neue Technologien und wie sie mit dem Recht in Einklang gebracht werden können. Vertragsgestaltung und -verhandlung gehören zu meinen größten Stärken, u.a. weil ich die Interessen der Parteien schnell erfassen und treffsicher in die Worte eines Dokuments fassen kann. Am meisten faszinieren mich die Bereiche Finanz- und Biotechnologie. Letztere hatte mich für sich gewonnen, als ich 2020 mehrere Monate den General Counsel eines international tätigen Biotechnologie-Unternehmens vertreten durfte. Komplexes zu verstehen, in einfachen Worten zu erklären und es wie gewünscht umzusetzen ist meine Spezialität. Am liebsten schwimme ich in kalten, tiefen Gewässern.

Neben meiner beratenden Tätigkeit bin ich Trainerin für die Deutsche Börse Capital Markets Academy und halte Vorträge zu Fragen rund um neue Technologien (u.a. DLT/Blockchain, Künstliche Intelligenz). Ich veröffentliche regelmäßig Artikel und Buchbeiträge zu Themen an der Schnittstelle von Recht und Technologie. Zudem bin ich Gründerin und Herausgeberin der interdisziplinären Fachpublikation Recht innovativ (Ri), die sich seit April 2017 mit dem Recht neuer Technologien befasst. Ich durfte bereits zweimal als Sachverständige im Finanzausschuss des Bundestags zu den Themen Anlegerschutz und Resilienz des Finanzmarkts auftreten.

Ich brenne für Genauigkeit, Richtigkeit und dafür, immer einen Schritt voraus zu sein.

1. Wieso hast du die Ri gegründet?

Wie man an der Ausgabe Ri 01/2017 erkennen kann, habe ich die Ri als eine (elektronische) Kanzleizeitschrift gegründet für Mandant*innen, Geschäftspartner*innen und solche, die es noch werden sollten. Ihnen gegenüber kann man schlecht auf technische und juristische Beiträge verweisen und darum bitten, beide doch bitte selbst zu einem brauchbaren Ergebnis zu verbinden. Es fehlte an einer Zeitschrift, die aktuelle rechtliche Fragen der Digitalisierung praxisnah beantwortet und dabei v.a. technische Hintergründe korrekt, fundiert und leicht verständlich erläutert. Ich wollte Mandant*innen und Geschäftspartner*innen mehr bieten – und natürlich auch für meine Leistungen und Fähigkeiten begeistern.

Die Ri verhilft mir zum inneren Gleichgewicht: Ich wollte ursprünglich Kommunikationsdesign studieren. Meine Mappen für die Kunsthochschulen konnte ich damals nur mit handgezeichneten Werken füllen – gefragt waren aber Werke, die mit Adobe-Programmen erstellt wurden. Die ich heute fast täglich nutze, mir damals jedoch nicht leisten konnte. Dann wollte ich Informatik studieren. Am Ende ist es doch Jura geworden. Die angefangene Dissertation zur Anreizregulierungsverordnung war mir zu langwierig, daher teilte ich meinem sehr geschätzten Doktorvater mit: Ich gehe doch ins Referendariat. Mit der Ri kann ich alles sein; all das, was ich sein wollte und sein möchte. Auch und gerade als Rechtsanwältin.

2. Was gibst du der Ri?

Die Ri ist mein Baby, d.h. schlaflose Nächte und viel Pflege, solange sie noch nicht erwachsen ist. Aber wenn sie mich, wie jetzt die neue Website, vom Monitor aus anstrahlt, hat sich jede Minute des Kampfes gelohnt.

3. Was gibt dir die Ri?

Die Möglichkeit, immer wieder über mich selbst hinauszuwachsen. Meine Leidenschaft für Design und Tüfteln auszuleben. Voraus zu sein. Über die Copycats lächeln und den nächsten Innovations-Haken schlagen zu können. Und das mit einem tollen Team.

4. Auf welche Erfindung wartet die Welt, ohne es zu wissen?

Den In-vitro-Computer. Das programmierbare Gehirn außerhalb des (eigenen) Körpers. 

5. Und zum Schluss: Welches Kunstwerk begeistert dich immer wieder aufs Neue und warum?

“I Will Give You Life” von J.R. Richards. Kein Song schafft es, so viele Emotionen in mir gleichzeitig zu einer Explosion zu führen. 

Kontakt

Herausgeberin und Rechtsanwältin Otto steht für Autoren- und Presseanfragen selbstverständlich gerne persönlich über ihre Kanzlei COT Legal zur Verfügung. 

Für Fragen zur für Werbung erforderlichen Sponsoren-Mitgliedschaft und zum Vertrag ist Steady bitte direkt zu kontaktieren.

 

OpernTurm
60306 Frankfurt am Main
Tel: 069 667 748 450

Mail: claudia.otto@cot.legal

oder: claudia.otto@rechtinnovativ.online

Titelbild: © aerial-drone via Adobe Stock, #271335656; Frankfurter Skyline: © Alex Tihonov via Adobe Stock, #65031317